Wahlkampfstand in Breisach

Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Claudia Collet, und der Kandidat für den Landtag, Philip Wolf (auf dem Plakat)

Wie immer vor wichtigen Wahlen hat der SPD-Ortsverein auch am Samstag, 28.02.2026, einen Wahlkampfstand auf dem Marktplatz in Breisach aufgebaut. Von 9 bis 13 Uhr konnten die Besucher sich über die Ziele der Kandidaten für den Landtag informieren. Die Werbegeschenke fanden regen Absatz. Für politische Diskussionen gab es weniger Interesse. Überraschend hoch die Stimmen die versicherten, schon per Brief gewählt zu haben.

Am kommenden Samstag, 7.03.2026, kommen wir wieder und machen ein Mal mehr Werbung für soziale und demokratische Politik.

Nachruf Oswald "Ossi" Prucker

Die SPD bei der 366. Montagsmahnwache auf dem Neutorplatz in Breisach

Lieber Ossi,
ein paar Stunden vor deinem Tod hast du mir noch geschrieben. Dann bist du von uns gegangen, auf deine eigene Art, kurz und schmerzlos. Für uns alle, Familie, Freunde, Weggefährten ein herber Schlag. Du hinterlässt keine Lücke sondern ein großes Loch. Zu all deinen Verdiensten, die jetzt in allen Medien und auch hier zurecht gewürdigt werden auch ein leises Dankeschön für deinen Einsatz gegen Atomkraft. Du warst treuer Besucher der Montagsmahnwachen auf dem Neutorplatz in Breisach und auch bei mancher Demo in der Region in vorderster Reihe mit dabei. Damit hast du mit uns zusammen ein klein wenig mit dazu beigetragen, dass das Atomkraftwerk in Fessenheim heute keine akute Gefahr mehr in unserer Region darstellt.
Aus Merdingens Nachbardorf Niederrimsingen und aus Breisach ein letzter Gruß auf deiner Reise in eine bessere Welt, für die du dich so vehement eingesetzt hast. Danke für alles und machs gut!

 

Haushaltsrede 2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
meine Damen und Herren,

wenn wir heute über den Haushalt der Stadt Breisach sprechen, tun wir das unter Vorzeichen, die alles andere als leicht sind. Bürgermeister Rein hat bei seiner Vorstellung des Haushalts von einer dunkelschwarzen Situation gesprochen - und tatsächlich schreiben wir in der kommunalen Familie derzeit tiefrote Zahlen. Das ist keine Dramatisierung, sondern Ausdruck einer Realität, die uns alle fordert.
Auch wir sehen natürlich: Die vom Bund und Land übertragenen Aufgaben sind nach wie vor nicht ausreichend durchfinanziert. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Kommunen stetig weiter. Dass "wir auf zu großem Fuß leben", wie es der Bürgermeister formuliert hat, mag zugespitzt klingen - zeigt aber doch, wie schwierig es geworden ist, zwischen Pflichtaufgaben, notwendigen Investitionen und gestaltender Kommunalpolitik die Balance zu halten.
Und dennoch wäre es sicher falsch, in dieser schwierigen Lage ausschließlich auf die Schatten zu schauen. Gerade weil die Zeiten anspruchsvoll sind, müssen wir auch die positiven Signale erkennen, die uns, wenn auch eingeschränkt, handlungsfähig halten. Ein solches Signal ist unserer Auffassung nach zweifellos das Sondervermögen, das der Bund über die Länder den Kommunen zur Verfügung gestellt hat.

SPD Breisach: Klinikschließung ist kein „Akt der Verantwortung“

Die SPD Breisach reagiert mit Fassungslosigkeit und Unverständnis auf die jüngsten Aussagen des CDU-Gesundheitssprechers im Kreistag, Merdingens Bürgermeister Martin Rupp, zur Schließung der Helios-Rosmann-Klinik Breisach im Reblandkurier. Mit erstaunlicher Leichtfertigkeit erklärt Herr Rupp die Schließung der Helios-Rosmann-Klinik Breisach als „medizinisch geboten“ und „im Sinne der Patientensicherheit“ als „einzig verantwortbare“ Entscheidung – als hätte der Kreistag mit seiner Entscheidung ein drohendes Gesundheitsrisiko abgewendet und nicht einen massiven Einschnitt in die regionale Gesundheitsversorgung beschlossen. Eine solche Sicht der Dinge weist die SPD Breisach entschieden zurück.
Die Schließung der Klinik ist eine politisch schwierige und vielschichtige Entscheidung mit komplexen Hintergründen, deren Tragweite allen Beteiligten sicher bewusst war. Es befremdet uns zutiefst, wie hier versucht wird, diese für die gesamte Raumschaft schwerwiegende Entscheidung im Nachhinein als „Akt der Verantwortung“ umzudeuten. Eine derart zugespitzte Behauptung suggeriert, dass ein Weiterbetrieb der Klinik eine Gefahr für Patientinnen und Patienten dargestellt hätte. Ein solcher Eindruck ist schlicht unhaltbar – und er wird weder der Realität, noch der dort über Jahre hinweg engagiert arbeitenden Belegschaft gerecht.
Gerade diese Beschäftigten, die bis zuletzt unter schwierigen Bedingungen eine hochwertige Versorgung sichergestellt haben, müssen Aussagen wie jene von Herrn Rupp als moralischen Tiefschlag empfinden.
Die SPD Breisach findet es traurig und irritierend, dass Herr Rupp die Klinikschließung in dieser Weise rhetorisch ausschlachtet. Es gibt ein lateinisches Sprichwort, das in diesem Zusammenhang treffender kaum sein könnte:
Si tacuisses, philosophus mansisses.
(Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.)

Familienförderung sieht anders aus – SPD stimmt gegen Abschaffung der Drittkindbefreiung

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Mehrheit des Breisacher Gemeinderats beschlossen, die Drittkindbefreiung für die verlässliche Nachmittagsbetreuung abzuschaffen. Nur die Mitglieder der SPD-Fraktion sowie ein Mitglied der Grünen/ULB stimmten dagegen.

Zur Begründung hieß es von den zustimmenden Fraktionen, man wolle „Gleichbehandlung“ schaffen – schließlich sei die Befreiung im Frühjahr bereits bei den Kitas gestrichen worden.

Für uns als SPD ist klar: Gleichbehandlung darf nicht heißen, dass alle gleich schlecht gestellt werden!

Die Zahlen sprechen für sich:
Gerade einmal 25 Kinder und ihre Familien profitieren derzeit von der Drittkindbefreiung im Grundschulbereich. Durch die Abschaffung der Befreiung  nimmt die Stadt monatlich rund 1.700 Euro mehr ein – ein Tropfen auf den heißen Stein im städtischen Haushalt, aber eine spürbare Mehrbelastung für die betroffenen Familien von 65 Euro pro Kind und Monat.

Diese Entscheidung trifft ausgerechnet diejenigen, die besonders viel für unsere Gesellschaft leisten: Familien mit Kindern, die Leben und Zukunft in unsere Stadt bringen.

Unsere Haltung: Sozial gerecht statt symbolisch sparen

Kommunalpolitik darf nicht nur die Haushaltszahlen im Blick haben – sie muss die Menschen im Blick behalten.
Für uns als SPD Breisach ist soziale Gerechtigkeit kein Schlagwort, sondern ein Maßstab für verantwortungsvolles Handeln.

Eine Stadt, die sich familienfreundlich nennt, darf nicht bei jeder Gelegenheit dort kürzen, wo Familien entlastet werden. Wir wollen eine Kommune, die soziale Teilhabe ermöglicht, Bildung und Betreuung bezahlbar hält und Familien stärkt.

Die Abschaffung der Drittkindbefreiung ist das falsche Signal – sie steht für eine Politik, die kleine Beträge spart, aber großes Vertrauen verspielt.

Wir bleiben dabei:
Familienfreundlichkeit muss man wollen – und man muss sie auch beschließen.