
Die SPD Breisach reagiert mit Fassungslosigkeit und Unverständnis auf die jüngsten Aussagen des CDU-Gesundheitssprechers im Kreistag, Merdingens Bürgermeister Martin Rupp, zur Schließung der Helios-Rosmann-Klinik Breisach im Reblandkurier. Mit erstaunlicher Leichtfertigkeit erklärt Herr Rupp die Schließung der Helios-Rosmann-Klinik Breisach als „medizinisch geboten“ und „im Sinne der Patientensicherheit“ als „einzig verantwortbare“ Entscheidung – als hätte der Kreistag mit seiner Entscheidung ein drohendes Gesundheitsrisiko abgewendet und nicht einen massiven Einschnitt in die regionale Gesundheitsversorgung beschlossen. Eine solche Sicht der Dinge weist die SPD Breisach entschieden zurück.
Die Schließung der Klinik ist eine politisch schwierige und vielschichtige Entscheidung mit komplexen Hintergründen, deren Tragweite allen Beteiligten sicher bewusst war. Es befremdet uns zutiefst, wie hier versucht wird, diese für die gesamte Raumschaft schwerwiegende Entscheidung im Nachhinein als „Akt der Verantwortung“ umzudeuten. Eine derart zugespitzte Behauptung suggeriert, dass ein Weiterbetrieb der Klinik eine Gefahr für Patientinnen und Patienten dargestellt hätte. Ein solcher Eindruck ist schlicht unhaltbar – und er wird weder der Realität, noch der dort über Jahre hinweg engagiert arbeitenden Belegschaft gerecht.
Gerade diese Beschäftigten, die bis zuletzt unter schwierigen Bedingungen eine hochwertige Versorgung sichergestellt haben, müssen Aussagen wie jene von Herrn Rupp als moralischen Tiefschlag empfinden.
Die SPD Breisach findet es traurig und irritierend, dass Herr Rupp die Klinikschließung in dieser Weise rhetorisch ausschlachtet. Es gibt ein lateinisches Sprichwort, das in diesem Zusammenhang treffender kaum sein könnte:
Si tacuisses, philosophus mansisses.
(Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.)
