Gefahrenpunkt für Radfahrer und Fußgänger
Die aktuelle Verkehrssituation an der Ausfahrt des Kreisverkehrs Rheinbrücke in Richtung Sportzentrum und Schwimmbad ist ein eklatantes Beispiel für eine Verkehrsregelung, die den realen Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer – insbesondere der von Fahrradfahrern und Fußgängern – nicht gerecht wird und diese sogar massiv gefährdet. Dass wenige Meter nach dieser Ausfahrt auf der gerade von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zum Fußball- und Tennisplatz oder ins Schwimmbad viel befahrenen Straße ein Ortsausgangsschild angebracht ist und damit theoretisch Tempo 100 erlaubt ist, ist nicht nur völlig unverständlich, sondern schlicht und einfach fahrlässig.
Hinzu kommt: Der betreffende Straßenabschnitt wird im unmittelbaren Bereich des Ortsausgangsschild von einem stark frequentierten Fahrradweg gekreuzt, der von Schülern und Schülerinnen des Martin-Schongauer-Gymnasiums, von Touristen und von Hobbyradfahrern rege genutzt wird. Vom Schwimmbad und vom Sportzentrum kommend müssen außerdem viele Fahrradfahrer die Straße überqueren, um die Unterführung in Richtung Innenstadt zu nutzen. Eine Stelle also, die insgesamt besonders hohe Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme erfordert, stattdessen aber durch das Ortsausgangsschild zum Beschleunigen einlädt. Erst nach der Möhlinbrücke wird das Tempo durch entsprechende Verkehrszeichen wieder auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h reduziert, wobei auch diese zulässige Höchstgeschwindigkeit, gerade wenn man an die Situation an Schwimmbadtagen denkt, dringend überdacht werden sollte.
Die beschriebene verkehrsrechtliche Konstellation ist absurd und aus der Zeit gefallen. Die SPD-Fraktion im Breisacher Gemeinderat hat zu Recht auf diesen Missstand hingewiesen und fordert möglichst zeitnah eine grundlegende, fußgänger- und fahrradgerechte Neugestaltung der gefährlichen Verkehrssituation. Es braucht hier nicht nur ein Tempolimit, sondern auch eine visuelle Aufwertung des Überquerungsbereichs – etwa durch farbige Markierungen.
Sicherheit darf nicht dem Zufall oder der Hoffnung, dass sich alle Autofahrer rücksichtsvoll verhalten, überlassen bleiben. Es ist längst überfällig, dass an dieser Stelle gehandelt wird.
