

Einen ganz wichtige Entscheidung traf der Breisacher Gemeinderat in seiner Sitzung vom Dienstag bezüglich der Entwicklung neuer Hallenkapazitäten im Breisacher Schulzentrum. Die Verwaltung wurde von einer großen Mehrheit des Rates zum einen dazu beauftragt, Gespräche mit dem Landkreis wegen einer Beteiligung aufzunehmen und zum anderen wurde die Berücksichtigung einer Planungsrate im Haushalt für das Jahr 2027 beschlossen.
Bürgermeister Oliver Rein brachte die Situation in seinen einführenden Worten auf den Punkt: Es öffne sich, so BM Rein, aktuell eine Tür, durch die man hindurch gehen müsse. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich diese Tür auf lange Zeit wieder schließen würde. Damit wurde deutlich, wie hoch auch die Verwaltung den Handlungsbedarf einschätzt.
Grundlage für diese Einschätzung war sicherlich die detaillierte Kapazitätsanalyse der Fachbereichsleiterin für Bildung und Kultur, Jördis Giese, die eine Kapazitätslücke von wöchentlich über 50 Sportstunden festgestellt hatte. Diese Zahl stand dann auch im Zentrum der Diskussion, weil sich die meisten Fraktionen darüber einig waren, dass die Stadt Breisach dazu verpflichtet sei, dafür zu sorgen, dass der Sportunterricht an der Julius-Leber-Schule und der Hugo-Höfler-Realschule in dem Umfang angeboten werden kann, wie es das Kultusministerium für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend vorsieht.
Geschärft wurde der Blick auf die Kapazitätslücke auch noch dadurch, dass aktuell der Sportunterricht teilweise in Räumlichkeiten stattfindet, die einen bildungsplankonformen Sportunterricht nur eingeschränkt ermöglichen. Dabei handelt es sich um den kleinen Gymnastikraum in der Breisgauhalle, die Bewegungshalle im Schulzentrum, in dem Ballspiele nicht möglich sind, und den Bewegungsraum in der Außenstelle in der Maria-Montessori-Straße, in dem mitten im Raum Betonpfeiler stehen.
Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde auch zur Sprache gebracht, dass neue Hallenkapazitäten die Möglichkeit eröffnen würden, das Angebot an schulischen Sport-Arbeitsgemeinschaften zu erweitern, das aktuell sehr bescheiden ist, weil verständlicherweise der Fokus der Schulleitungen vor allem darauf liegt, das Pflichtangebot an Sportunterricht so weit als möglich anzubieten. Dass natürlich auch der Vereinssport von neuen Hallenkapazitäten profitieren würde, wurde ebenfalls thematisiert.
Einen weiteren wichtigen Aspekt brachte der Beigeordnete Carsten Müller zur Sprache. Er verwies darauf, dass bei der Breisgauhalle aktuell bereits ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Was da mittelfristig auf die Stadt noch zukommen könnte, sei derzeit gar nicht abzuschätzen. Beispiele aus anderen Kommunen hätten gezeigt, dass man auch einmal vor der Situation stehen könnte, zu entscheiden, ob eine Sanierung wirtschaftlich überhaupt darstellbar sei.
Die Gesamtheit der vorgebrachten Argumente führte dann letztlich dazu, dass die Beschlussvorlage der Verwaltung mit großer Mehrheit befürwortet wurde. Zwei Gegenstimmen gab es lediglich aus den Reihen der Fraktion Grüne/ULB. Sie sprachen sich aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt gegen die Einstellung einer Planungsrate im kommenden Haushalt aus und erteilten damit den Planungen, einen Schritt in Richtung neue Hallenkapazitäten am Breisacher Schulzentrum zu gehen, eine klare Absage.
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